
Taschenbuch: 132 Seiten
Verlag: R.G. Fischer Verlag
ISBN: 978-3830193647
Preis: 14. 90 Euro (hier kaufen)
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Klappentext
Elisabeth Hoffmann, Jahrgang 1965, ist verheiratet, lebt und arbeitet als freie Bildgestalterin und Schriftstellerin in Essen a. d. Ruhr.
Mit ihrem Buch „Ich sehe was, was du nicht siehst – Wort trifft Kunst“ konnte Elisabeth Hoffmann ihre Vorlieben für Malerei und Prosa perfekt miteinander verbinden. Die Idee zu diesem Werk stammt aus einem Schreib- Workshop, an dem sie teilgenommen hat. Zufällig ausgewählte Bilder bekannter Künstler dienten als Impulse, die eigenen Gedanken kreisen zu lassen, die eigene Phantasie anzuregen und schließlich Prosatexte zu verfassen. Weder Titel noch Interpreten des Malers spielten eine Rolle. Vielmehr hat die Autorin Stimmungen eingefangen, versucht, sich in die dargestellte Situation hineinzuversetzen, Gedanken oder Gefühle der gezeigten Personen zu interpretieren. So sind 29 Kurzgeschichten zu 27 Bildimpulsen entstanden, in denen Elisabeth Hoffmann neben eigenen Träumereien auch gesellschaftliche Themen aufgreift, die sie emotional und mental bewegen und zu denen sie durchaus kritisch Stellung beziehen möchte.
Meine Rezi
Ich finde es ist eine total tolle Idee Dinge Mal neu zu betrachten und ihnen Geschichten zu verpassen. Und genau so macht es die Autorin dieses Buches. Sie lässt sich von Gemälden inspirieren und lässt ihrer Fantasie freien Lauf.
Am Anfang jeder Kurzgeschichte ist das jeweilige Gemälde und auch ich habe dieses erst auf mich wirken lassen und überlegt, was mir dazu als erstes in den Sinn kommt. Manchmal waren meine Gedanken gar nicht so weit von denen der Autorin entfernt. Bei anderen Bildern hatte ich wiederrum positivere Geschichten im Kopf. Gefühlt waren die Geschichten sogar überwiegend düster und emotional grausam, was jetzt erst mal nichts „Negatives“ ist. Man merkt einfach, wie unterschiedlich Gefühle und Gedanken sind, wenn man mehrere Perspektiven hat. Und genau das empfinde ich als sehr interessant.
Es sind nur wenige Sätze pro Bild. Mal traurig, mal glückselig, mal voller Hoffnung und mal verzweifelnd. Doch die Texte sind in einer Art geschrieben, die mich völlig in mir ruhen lassen.
Man kann das Buch super zwischendurch lesen und die Texte auf sich wirken lassen oder aber man macht selber ein Projekt daraus. Bevor ihr die Geschichte lest, schreibt doch selber eure eigene zum jeweiligen Bild.
Noch besser fände ich dies aber in einem Kindergarten/ der Grundschule/ weiterführenden Schule oder sogar im Altenheim und schaut oder hört euch anschließend die unterschiedlichen Interpretationen an. Das wäre eine tolle Aufgabe und Erfahrung, die ihr mit anschließendem Austausch da miteinander sammeln könnt.
Mein Fazit
Eine wirklich inspirierende Lektüre, die man auch als Anreiz nehmen könnte, ein eigenes Projekt damit zu starten.
Ich sehe was, was du nicht siehst – Wort trifft Kunst von Elisabeth Hoffmann bekommt von mir
>>>>> 5 von 5 <<<<< möglichen Herzen
